STEFAN GEORGE
(1868 - 1933)
BEITRÄGE ZUM WERKVERSTÄNDNIS
"Wir die jüngeren, wir fühlten, dass hier quer durch die gegenwart ein anderes leben ging."
(Victor Frank: Aufzeichnungen über Stefan George · in: Stettler 1970, 86)
31 IM UNTERREICH 311-4
41 HIRTENGEDICHTE 4101-14
51 NACH DER LESE 5101-11
6 DER TEPPICH DES LEBENS (1899)
61 VORSPIEL 6101-24
00 GELEITVERSE
T TAGE UND TATEN (1903/1925/1933)
T01 SONNTAGE AUF MEINEM LAND T011-4
T05 BRIEFE DES KAISERS ALEXIS T051-7
T06 ALTERTÜMLICHE GESICHTE T061-2
71 ZEITGEDICHTE 7101-14
80 EINGANG 801-9
81 ERSTES BUCH 8101-30
84 SCHLUSSCHOR
91 (Gedichte hymnischer Art) 9101-17
93 SPRÜCHE AN DIE LEBENDEN 9301-43
S1 MANUEL S11-3
Der einfache zahlencode erlaubt das schnellere auffinden jedes gedichts in jeder vollständigen textausgabe wie auch den schönen alten einzelausgaben. Im täglichen gebrauch bewährt sich die AUSGABE IN VIER BÄNDEN · erschienen 1983 bei dtv. Sie ist (am besten mit hilfe von beispielsweise booklooker oder zvab) leicht und oft für weniger als zwanzig euro in einem antiquariat zu erwerben.
Die sigle M verweist je nach zusammenhang auf eines der beiden grundlegenden werke von Ernst Morwitz: KOMMENTAR ZU DEM WERK STEFAN GEORGES (den neun gedichtbänden von den HYMNEN bis zum NEUEN REICH) · erschienen 1960 im verlag Helmut Küpper vormals Georg Bondi · und KOMMENTAR ZU DEN PROSA- DRAMA- UND JUGEND-DICHTUNGEN STEFAN GEORGES (also der FIBEL · TAGE UND TATEN und dem SCHLUSSBAND) · erschienen 1962 im selben verlag.
Bei zitaten aus den beiden kommentaren von Morwitz wird nur die sigle M angegeben und auf seitenangaben verzichtet wenn die stellen mühelos selbst gefunden werden können. Von den im wissenschaftsbetrieb üblichen abstrakten regeln der zitiertechnik wird auf den vorliegenden seiten aus stilistischen gründen bisweilen abgewichen ohne dass dies mit einbussen einherginge. Nicht immer werden alle angaben zu texten (insbesondere zu ihrer datierung) · zum lebensweg Georges und zu kreisangehörigen nachgewiesen wenn diese in Ute Oelmanns erläuterungen zur Gesamtausgabe (sigle SW) · in der Zeittafel (Seekamp u. a. · sigle Z) beziehungsweise im Handbuch (Aurnhammer · sigle H) zur verfügung stehen.
Zur einführung sind die seiten Ein Blick auf Stefan George und Fünf jugendbilder gedacht. Dort stehen der einzelne mensch und seine werte im mittelpunkt. Georges blick auf das ganze - staat und geschichte - erkennt man am besten in der beschäftigung mit dem BRAND DES TEMPELS (924) und den ZEITGEDICHTEN (71). Vom umgang der germanistik unserer zeit mit George handelt die seite Lesenotizen: Frauen um Stefan George.
Unbestritten ist „Komm in den totgesagten park" - DAS JAHR DER SEELE wird damit eröffnet - Georges beliebtestes gedicht. Das liegt vor allem daran dass die meisten freunde dieser herbstlichen zeilen die anderen nicht kennen. Als sein bedeutendstes gilt vielen GEHEIMES DEUTSCHLAND und Manfred Riedel hat ein ganzes buch so benannt. Dem BRAND DES TEMPELS geht das von der wissenschaft bei allem was bedeutend sein soll so geschäzte dunkle ab. Trotzdem verstehen viele ihn nicht. Er ist ihnen nicht human genug. Auch DER GEHENKTE besizt nicht viele freunde weil er über die bürger lacht. Wenigen aber hat er trost bedeutet und zuversicht geschenkt. Das war George immer genug. Alle drei finden sich in seinem lezten gedichtband DAS NEUE REICH. Schon der titel missfällt vielen - vier jahre vor dem dritten. LOBGESANG aus dem SIEBENTEN RING wird auch nicht oft gelobt: die wilden tiere machen vielen angst. Diese späteren gedichte sind nicht mehr geeignet mehrheiten zu erfreuen - nicht nur weil sie dort vermissen was ihnen am totgesagten park so gefällig erschien: die welken rosen den lauen wind und die bunten pfade. Dafür weisen sie wenigen wege.
Und welches ist Georges schönstes gedicht?
DIE TOTE STADT (7113) ist das dreizehnte der ZEITGEDICHTE (71) ·
das stille liebesgedicht „Nun lass mich rufen" (7318) das achtzehnte aus dem zyklus GEZEITEN (73) im SIEBENTEN RING (7) ·
beide hier aus der sechsten auflage (1922) der öffentlichen ausgabe ·
erschienen im Georg Bondi Verlag und gedruckt bei Otto von Holten (beide in Berlin) in StG-schrift.
Zeitgenossen in Georges gedichten
Ida Coblenz und Max Kronberger wurden hier nicht berücksichtigt.
Andrian, Leopold v. 6310
Anton, Johann 9324
Boecklin, Arnold 7105
Boehringer, Erich 9111, 9325
Boehringer, Robert 731-2, -6 7313-8, 7719-20
Bothmer, Bernhard v. 9510-1
Brück, Luise 4207
Cohrs, Adalbert 9304-7, 9309-11, 948
Derleth, Anna Maria 7726
Derleth, Ludwig 7724
Dowson, Ernest 6306
Franckenstein, Clemens 6309
Friedemann, Heinrich 942
George, Anna 5, 5504
Gerardy, Paul 4, 4206, 5506,
Gothein, Percy 9318
Gramatzky, Hugh 7705
Gundolf, Ernst 7723
Gundolf, Friedrich 6213, 7301-12, 7505, 7703
Harris, Clemens 7110
Heiseler, Henry v. 7707
Hellingrath, Norbert v. 945
Hessen, Elisabeth v. 7712
Hessen, Ernst Ludwig v. 7711
Heyer, Gustav Richard 9319
Heyer, Wolfgang 944
Hofmann, Ludwig v. 6307-8
Hofmannsthal, Hugo v. 2, 5508, 6214
Husmann, August 551
Klages, Ludwig 4208, 5516
Klein, Carl August 1, 6311, 7112
Kommerell, Max 9333
Lechter, Melchior 5507, 6, 7701
Leo XIII. 7108
Lepsius, Sabine 6301, 7713
Markees, Silvio 9510
Meinke, Hanns 9320
Meir Scott, Cyril 5514, 6303-5
Morwitz, Ernst 7727, 9113
Perls, Richard 5513, 6312, 7704
Rassenfosse, Edmond 4210, 5510
Rolicz-Lieder, Waclaw 4, 4204, 5505, 7769
Saint-Paul, Albert 3, 4201
Schuler, Alfred 5514-15, 7106
Simmel, Georg 9344
Stauffenberg, Berthold v. 9335-6
Thormaehlen, Ludwig 9321-22
Treuge, Lothar 7722
Troschel, Hans 9105
Uxkull-Gyllenband, Bernhard v. 9110, 9308, 9312-4, 948, 9512
Uxkull-Gyllenband, Woldemar v. 9107, 9315-7
Verwey, Albert 5512, 6302, 7715, 9328-32
Waldhausen, Balduin 946-7
Wenghöfer, Walter 7725, 943
Wolfskehl, Hanna 7702, 7718
Wolfskehl, Karl 4, 5509, 7702
Wolters, Friedrich 9323
Zernik, Hugo 7608-10, 7721
Zimmermann, Harry 9334
Zimmer-Zerny, Frieda 4209